Urlauber wollen den Einkaufsbummel auch am Wochenende

Pressemitteilung der FDP-Landtagsfraktion

Zum Urteil des Oberverwaltungsgerichtes Greifswald (Bäderregelung) sagte der tourismuspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Oliver Kumbartzky:

„Die Entscheidung des Oberverwaltungsgerichtes in Greifswald ist sehr bedauerlich. Die möglichst weitgehende Freigabe der Ladenöffnungszeiten war und ist für den Tourismus von enormer Bedeutung. Gerade in touristisch geprägten Städten und Regionen, muss die Einzelhandelsversorgung auch an Sonntagen möglich sein.
Für viele Touristen gehört der entspannte Einkaufsbummel ebenso zu einem erholsamen Urlaub, wie der lange Spaziergang und das anschließende Abendessen. An den Bedürfnissen unserer Besucher müssen wir uns als Tourismusland auch weiter orientieren. Insofern sei es kein gutes Signal, dass auch die Nordelbische Kirche die Bäderregelung in Schleswig-Holstein kippen will.“

Die Sonntagsöffnungen beleben Kumbartzkys Ansicht nach die Tourismusorte, tragen zum Umsatz im Einzelhandel bei und bieten den Gästen aus dem In- und Ausland neben dem Urlaubserlebnis eine zusätzliche Dienstleistungsqualität.

„In Timmendorfer Strand zum Beispiel werden an einem Wochenende höhere Umsätze erzielt als innerhalb einer Woche. Der Verlust dieser Kaufkraft wäre für den Einzelhandel sehr schmerzhaft“, so Kumbartzky abschließend.

Hintergrund: Das Oberverwaltungsgericht in Greifswald hat heute die Bäderverkaufsverordnung in Mecklenburg-Vorpommern für unwirksam erklärt. Die so genannte Bäderregelung sei mit der Landesverfassung nicht vereinbar, verkaufsoffene Sonntage müssten die Ausnahme sein.