Tourismusmarketing muss wieder in den Fokus rücken!

Pressemitteilung der FDP-Landtagsfraktion

Die FDP-Fraktion hat ein Strategiepapier zur Tourismuspolitik verabschiedet.
Dazu erklärt der tourismuspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Oliver Kumbartzky:

„In letzter Zeit ist viel über die Finanzierung des Tourismusmarketings durch das Land diskutiert worden. Die öffentliche Anerkennung und die Bedeutung des Tourismus‘, die Optimierung von Rahmenbedingungen sowie strategische Zielrichtungen sind im Zuge dieser Diskussionen oftmals in den Hintergrund geraten.“ Die FDP-Landtagsfraktion schlägt deshalb in einem Strategiepapier Maßnahmen zur Stärkung des Tourismus vor.

„Das Tourismuskonzept benötigt eine neue Dynamik und aktive Weiterentwicklung. Eine Zwischenevaluation über die Umsetzung der Leitprojekte sollte zeitnah erfolgen, um daraus weitere Schritte abzuleiten.“ Die FDP-Fraktion bekennt sich zur Tourismusagentur Schleswig-Holstein (TASH), wobei diese ihr zukünftiges Aufgabenspektrum genau definieren solle. Kernaufgaben seien auch weiterhin das landesweite Marketing, die Marktforschung und übergreifende Marketingaktionen im In- und Ausland zur Neukundengewinnung. „Wir begrüßen, dass Wirtschaftsminister de Jager angekündigt hat, die TASH auch weiterhin mit Landesmitteln zu unterstützen“, so Kumbartzky.

Auf der Ebene der Touristischen Marketingorganisationen (TMO) seien in den nächsten Jahren Strukturen anzupassen. Ziel seien drei TMO (Nordsee, Ostsee, Binnenland) bis zum Jahr 2015, für die eine finanzielle Grundförderung durch das Land auf dem Niveau von 2011 gewährleistet sein sollte. Die Lokalen Tourismusorganisationen (LTO) sollten zügig und flächendeckend gegründet werden, da sie die Voraussetzung für eine weitere finanzielle Förderung des Landes bei den wesentlichen Infrastrukturverbesserungen bildeten.

„Gerade die Vielfalt Schleswig-Holsteins ist es, die auf die Gäste anziehend wirkt. Das Land sollte den Tourismus deshalb strategisch führen, ohne dass es zu einer Zentralisierung der Tourismuspolitik kommt“, fordert Kumbartzky. Die Zusammenarbeit von Politik und Tourismuswirtschaft sollte ebenso verbessert werden wie die ressortübergreifende Zusammenarbeit in der Landesregierung. Das Tourismusreferat im Wirtschaftsministerium müsse als Schaltzentrale agieren, so Kumbartzky abschließend.

Weitere Informationen unter:
http://www.fdp-sh.de/files/3901/Tourismus_Positionspapier.pdf