Maritimer Koordinator der Bundesregierung zu Gesprächen in Brunsbüttel

Staatssekretär Hans-Joachim Otto bescheinigt dem Elbehafen gute Perspektiven, sich auf dem Offshore-Markt zu etablieren

Um für den Offshore-Standort Schleswig-Holstein auf Bundesebene zu werben, haben Hans Helmut Schramm, Inhaber der SCHRAMM Group und Frank Schnabel, Geschäftsführer von Brunsbüttel Ports gemeinsam mit dem FDP-Landtagsabgeordneten Oliver Kumbartzky am 10. März 2011 in Brunsbüttel Gespräche mit Hans-Joachim Otto, FDP, geführt, dem Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie und zugleich Koordinator der Bundesregierung für die maritime Wirtschaft.

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Der Offshore-Windenergie wird in den kommenden Jahren ein erhebliches Wachstum vorhergesagt. Von dem geschätzten Investitionsvolumen in Höhe von 75 bis 100 Mrd. Euro bis 2030 können alle maritimen Branchen profitieren. Das betrifft die Häfen, Logistikunternehmen, die Werften und die Zulieferindustrie.

Kumbartzky: „Schleswig-Holstein kann in vielen Segmenten von der Offshore-Technologie profitieren. Im Mutterland der an Land erzeugten Windenergie sind gute Voraussetzungen vorhanden, die sich auch für die Offshore-Branche als interessant und nützlich erweisen werden.” Durch die anstehende Realisierung der genehmigten Offshore-Windparks vor der Westküste würden künftig besonders im Service- und Wartungssektor sowie in der maritimen Wirtschaft viele neue Arbeitsplätze entstehen.

Hans-Joachim Otto ergänzte: „Mir liegt viel daran, dass die deutsche maritime Wirtschaft am weiteren Ausbau der Offshore-Windenergie einen möglichst großen Anteil hat. Dem Hafen Brunsbüttel werden gute Perspektiven bescheinigt, um sich als Hafen für Montage, Produktion und Verschiffung von Großkomponenten weiter zu entwickeln. Der Standort ist sehr geeignet, sich auf dem Offshore-Markt zu etablieren.” Auf Grund der umfangreichen hafennahen Freiflächen, der vorhandenen Hafenstrukturenmund Wassertiefen sowie dem umfangreichen Know-how der Hafenbetreiber im Umschlag von Windenergieanlagen, könne sich Brunsbüttel durchaus mit den Mitbewerbern an der Nordsee messen.

Der Geschäftsführer der Brunsbüttel Ports GmbH, Frank Schnabel freut sich über die Unterstützung vom Maritimen Koordinator der Bundesregierung für den Offshore Standort Brunsbüttel. Brunsbüttel Ports hat sich im Elbehafen bereits mit Offshore Verladungen (z.B. Windkraftflügel) etabliert und plant den Ausbau der Hafeninfrastruktur. Gemeinsam mit dem Wirtschaftsminister des Landes und der Wirtschaftsförderung wird an Plänen für eine zusätzliche Offshore-Pier gearbeitet. Außerdem ist Brunsbüttel Ports Initiator der Hafenkooperation Offshore-Häfen Nordsee SH für vernetzte Offshore Logistikkonzepte.
Hans Helmut Schramm, Inhaber der SCHRAMM Group wies außerdem als weiteren wichtigen Standortfaktor für Brunsbüttel auf die Kompetenz der SCHRAMM Group als gesamtheitlicher Servicedienstleister für maritime Offshore Services hin.

Die Gespräche sollen in Zukunft weiter intensiviert werden. Gemeinsam möchte man sich auf allen Ebenen dafür einsetzen, dass die Potenziale Brunsbüttels beachtet und auch genutzt werden.