Kirchen sind nicht wegen der Bäderregelung leer!

Pressemitteilung der FDP-Landtagsfraktion

Zum Scheitern der Verhandlungen zwischen Kirchen und Landesregierung über eine einvernehmliche Bäderregelung erklärt der tourismuspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Oliver Kumbartzky:

„Es ist bedauerlich, dass Kirchen und Landesregierung kein Einvernehmen herstellen konnten. Die bereits von der großen Koalition – in Absprache mit den Kirchen – beschlossene Bäderregelung hat sich bewährt. Für den wichtigen Wirtschaftsfaktor Tourismus hat sie eine besondere Bedeutung. Wir müssen uns auch weiterhin an den Bedürfnissen unserer Gäste orientieren. Für viele Touristen gehört der entspannte Einkaufsbummel zu einem erholsamen Urlaub dazu.“

Eine gute Bäderreglung sei auch ein wichtiges Marketinginstrument, so Kumbartzky weiter. Sonntagsöffnungen beleben die Tourismusorte und zeugen von einer hohen Dienstleistungsqualität. „Wir stehen mit Ländern im Wettbewerb, in denen man uns für diese Diskussion nur belächelt.“

Der Tourismus in Schleswig-Holstein sei immer stärker geprägt von Tagesgästen und Kurzurlaubern, die gezielt an den Wochenenden ins Land kämen. „Für dieses Segment ist die Bäderregelung existenziell wichtig“, so Kumbartzky weiter. Nun werde das Oberverwaltungsgericht in Schleswig entscheiden, ob die Bäderregelung gegen die Verfassung verstößt. „Aus unserer Sicht unterschiedet sich die Bäderreglung in Schleswig-Holstein deutlich von der in Mecklenburg-Vorpommern. Wir sind sicher, dass unsere Regelung Bestand haben wird.“

Die Verantwortlichen der beiden großen Kirchen sollten die Worte des Pastors Thomas Vogel (Timmendorfer Strand) ernst nehmen. Dieser hatte im Hamburger Abendblatt (16. April 2010) ausgeführt, dass „volle Touristenorte am Sonntag seiner Erfahrung nach auch volle Kirchen bedeuteten“. Kumbartzky: „Das heißt doch auch: Kirchen sind nicht wegen der Bäderregelung leer!“