Hochschulpolitischer Dialog an der FH Westküste

Zu einem aktuellen hochschulpolitischen Gedankenaustausch mit dem Präsidenten der Fachhochschule Westküste Herrn Prof. Dr. Hanno Kirsch trafen sich die hochschulpolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion, Kirstin Funke, der Dithmarscher FDP-Landtagsabgeordnete und FHW-Absolvent Oliver Kumbartzky sowie die Heider FDP-Kreistagsabgeordnete Renate Jensen an der FH Westküste (FHW) in Heide. Dabei ging es vordringlich um die Themen des Hochschulpaktes II, Internationalisierung von Studienangeboten, Schaffung von Anreizen für Schüler, nach der Schulzeit ein Studium aufzunehmen und die Entwicklung einer anderen Finanzierungsstruktur der Hochschullandschaft Schleswig-Holsteins.

Die FHW war die erste Fachhochschule in Schleswig-Holstein, die bereits im Jahr 2004 auf die Studienabschlüsse Bachelor und Master umstellte und damit einhergehend die Internationalisierung erfolgreich vorantrieb. Professor Kirsch berichtete, dass derzeit regelmäßige Beziehungen zu über 20 Hochschulen auf allen Kontinenten bestehen. Dabei wird das Studium an der FHW als attraktive Alternative zum Universitätsstudium angesehen. So konnte die 1993 gegründete Fachhochschule die Vorgaben des Hochschulpaktes II mit einer sehr deutlichen Steigerung der Studierendenzahlen nicht nur umsetzen, sondern auch dabei helfen, den allgemeinen Schnitt Schleswig-Holsteins an Studienanfängern nach oben zu korrigieren. Zurzeit studieren 1200 Studenten an der FHW und die Prognose bis 2015 beläuft sich auf 1600. Das ist unter anderem dem umfangreichen und der schnellen Anpassung des Lehrangebotes an die Anforderungen des Arbeitsmarktes zu verdanken. Kumbartzky bestätigt dies: „Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass das hervorragende Umfeld, das Studium in angemessen großen Lerngruppen und die gute Ausstattung der FHW ein enormes Plus für die Studenten sind.“

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Die Studierenden kommen dabei nicht nur aus Dithmarschen und Nordfriesland, sondern aus ganz Schleswig-Holstein und dem nördlichen Niedersachsen. Der Tourismus-Studiengang ist sogar deutschlandweit stark nachgefragt. Zum einen, so Professor Kirsch, liege dies daran, dass jährlich Schüler aus umliegenden Gymnasien eingeladen würden, um an zwei Tagen die Fachhochschule Westküste kennenzulernen und zum anderen auch daran, dass das derzeitige Lehrangebot Alleinstellungsmerkmale innerhalb der Hochschullandschaft Deutschlands aufweise. Dieses Angebot hält Funke für einen guten Ansatz, denn es sei wichtig, Jugendlichen zu zeigen, was eine Hochschulausbildung bedeute. „Wegen des demographischen Wandels ist es wichtig, Studenten für ein Studium in Schleswig-Holstein zu begeistern. Nur so können wir im immer stärker werdenden Wettbewerb um die klügsten Köpfe bestehen“, so Funke.