Das ist ein herber Schlag für den Messestandort Husum!

Pressemitteilung der FDP-Landtagsfraktion

Zur heute (29. April) bekannt gewordenen Einigung im Streit um die internationale Windmesse Husum WindEnergy erklärt der energiepolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Oliver Kumbartzky:

„Der gefundene Kompromiss ist ein herber Schlag für den Messestandort Husum. Über Jahre hinweg galten Husum und die WindEnergy als Mekka der Windkraft in der ganzen Welt. Diesen besonderen Status wird Husum jetzt an Hamburg abtreten. Dass Husum jetzt eine eigene nationale Windmesse erhalten soll, ist dabei nur ein sehr kleines Trostpflaster.

Es ist zwar grundsätzlich zu begrüßen, dass dieser unsägliche Streit um die Windenergie-Messe nun beigelegt wurde. Aber Schleswig-Holstein und insbesondere Husum zahlen dafür einen zu hohen Preis. Die staatliche Hamburger Messe-Gesellschaft hatte diesen Streit mit einem beispiellos aggressiven Vorgehen losgetreten ­ sie kann sich jetzt in ihrem Verhalten bestätigt fühlen.

Bleibt zu hoffen, dass der Hamburger Senat nun zu einer norddeutschen Kooperation auf Augenhöhe zurückkehrt und diese Attacke nicht nur der Auftakt für weitere Beispiele war. Sonst muss Schleswig-Holstein wohl als nächstes fürchten, dass der Hamburger Hafengeburtstag zeitgleich mit der Kieler Woche stattfinden wird.

Die FDP-Landtagsfraktion will jetzt genau wissen, wie die Gespräche zwischen der Landesregierung und dem Hamburger Senat verlaufen sind und wird Akteneinsicht beantragen.“