Castor-Transporte quer durch die Bundesrepublik machen keinen Sinn

Pressemitteilung

Zum aktuellen Vorschlag von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks, den Atommüll aus Wiederaufbereitungsanlagen bundesweit auf mehrere Orte zu verteilen, erklärt der umweltpolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Oliver Kumbartzky:

„Der Vorschlag von Bundesumweltministerin Hendricks ist nicht sonderlich gut durchdacht. Castor-Transporte quer durch die Bundesrepublik machen weder ökologisch noch ökonomisch einen Sinn. Außerdem ist eine dezentrale Lagerung aus Sicherheitsgründen deutlich schwieriger als eine zentrale Lagerung. Alle Zwischenlager-Standorte müssten mit den sehr aufwändigen Reparaturanlagen – die es im vorhandenen, zentralen Zwischenlager Gorleben gibt – ausgestattet werden, für den Fall, dass einer der Castoren beschädigt wird. Schließlich handelt es sich bei den Castoren aus den Wiederaufbereitungsanlagen Sellafield und La Hague um andere Behälter als diejenigen, die sich momentan in den Zwischenlagern an den Kernkraftwerksstandorten befinden.“

Die FDP-Landtagsfraktion hat zu der oben beschriebenen Thematik einen Entschließungsantrag in den Landtag eingebracht (hier klicken).